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Fünf Regeln, zwei Minuten

Lies es, als wäre es Deutsch.

Unter jedem englischen Satz steht, wie du ihn sprichst. Das ist keine Lautschrift aus dem Wörterbuch — es sind ganz normale deutsche Buchstaben. Du liest sie wie jedes deutsche Wort, und heraus kommt Englisch, das jeder versteht.

Thank you very much.

ßänk ju VE-ri matsch
  1. 1. GROSS ist betont.

    Die großgeschriebene Silbe sprichst du lauter und ein bisschen länger. Alles Kleingeschriebene huscht schnell vorbei. Das ist der Rhythmus des Englischen — und der Rhythmus ist wichtiger als jeder einzelne Laut.

    I don't understand.

    ai dount an-der-STÄND
  2. 2. Doppelter Vokal ist lang.

    aa, ii, oo, uu sprichst du lang, wie in „Saal“ oder „Boot“. Ein einzelner Vokal ist kurz.

    pliispleasebitte
    kaacarAuto
    tuutwozwei
  3. 3. ß ist das scharfe th.

    Das englische th gibt es im Deutschen nicht. Wir schreiben es mit ß, weil kein deutsches Wort mit ß beginnt — so siehst du sofort: hier kommt der besondere Laut. Zungenspitze leicht zwischen die Zähne, dann scharf zischen wie bei einem s. Wenn dir das zu schwierig ist: ein scharfes s reicht. Alle verstehen dich.

    ßänk juthank youdanke
    ßriithreedrei
    ßÖR-tithirtydreißig
  4. 4. dh ist das weiche th.

    Der zweite th-Laut, wie in „the“ und „this“. Zungenspitze an die oberen Zähne wie bei einem d, aber die Luft durchlassen. Zur Not tut es ein d — „dis“ und „dat“ sagen Millionen Menschen, und jeder versteht sie.

    dhetheder, die, das
    dhisthisdies, das hier
    dhätthatdas, jenes
    dhärtheredort
  5. 5. Drei kleine Hinweise, die dich sofort englischer klingen lassen.

    w — Lippen rund wie beim Pfeifen, nicht die Zähne auf die Lippe. Wir schreiben trotzdem ein w, weil das deutsche w ohnehin verstanden wird. where → wär, water → WOO-ter

    s am Wortanfang — scharf wie in „Bus“, nicht summend wie in „Sonne“. sorry → SO-ri, see → sii

    r — weich und vorne im Mund, nicht gerollt, nicht im Hals. Am Wortende ist es im britischen Englisch fast stumm, deshalb steht dort nur ein langer Vokal. car → kaa, door → doo

Und alles andere liest du einfach wie Deutsch

  • sch= sh — shop → schopp
  • tsch= ch — much → matsch
  • dsch= j — juice → dschuus
  • j= y — yes → jess, you → ju
  • ädas a in „cat“ — kät
  • ördas i in „first“ — först
  • äiday, name — däi, näim
  • ouno, go, don't — nou, gou, dount
  • aiI, like — ai, laik
  • auhow, now — hau, nau
  • oiboy, toilet — boi, TOI-let
  • ierhere, beer — hier, bier

Perfekt musst du nicht sein. Verständlich reicht. Und verständlich bist du mit diesem Schlüssel vom ersten Satz an.

Jetzt die ersten zehn Sätze